Bestandsaufnahme

Lupe Nullmessung Diversität

Grundlagenstudie

Die Zukunftsakademie NRW hat eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme in Bezug auf die Diversität und Öffnung der Kulturinstitutionen und Kulturellen Bildung in NRW durchführen lassen. Viele Einrichtungen in NRW haben sich bereits mit Öffnungsprozessen auseinandergesetzt, bisher existierte aber keine Zusammenstellung  dieser Erfahrungen und Fakten.  Die Erhebung bildet zugleich die Basis für eine mögliche breiter angelegte Evaluation der Öffnungsprozesse in NRW in Kooperation mit weiteren Akteur*innen. 

Mitte März 2019 wurden dazu Fragebögen an alle vom Land NRW geförderten Kultureinrichtungen verschickt, die Rücklaufquote lag bei erfolgreichen 64 Prozent.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie lesen Sie hier in der Broschüre "Vielfalt im Blick"!

Weitere Informationen:
Sandra Czerwonka | Projektleitung
s.czerwonka@zaknrw.de

 FAQ: 

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1. Wer ist Auftraggeber der Studie? 
Auftraggeberin der Studie ist die Zukunftsakademie NRW (ZAK NRW). Die ZAK NRW engagiert sich für Diversität in Kunst, Kultur und Kultureller Bildung. In ihrer Arbeit zeigt sie auf, wie Kulturinstitutionen und Akteur*innen der Kulturellen Bildung aus Nordrhein-Westfalen das kreative Potenzial einer vielfältigen Gesellschaft gezielt auf allen Ebenen nutzen können: für ein zukunftsfähiges Programm, ein motiviertes Team, eine innovative Kommunikation, ein größeres und vielfältigeres Publikum – und damit auch für eine Vorreiterrolle in der Gesellschaft. 

2. Welche Rolle spielt das MKW? 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) ist Fördergeber und Vorstandsmitglied der ZAK NRW. Da kulturelle Teilhabe ein zentrales Thema und Förderziel der Kulturpolitik in NRW ist, hat das MKW ebenfalls Interesse an einer Übersicht über den Stand der Diversitätsorientierung in der hiesigen Kulturlandschaft. Mit den Ergebnissen können Förderinstrumente überprüft und weiterentwickelt werden. Der Fragebogen wurde darum in enger Zusammenarbeit mit dem MKW erarbeitet.

3. An wen wird der Fragebogen verschickt? 
Der Online-Fragebogen wird an alle Kultureinrichtungen in NRW verschickt, die im Jahr 2016 institutionelle oder Projekt-Förderung des Landes NRW erhalten haben. Basis der Liste ist der Kulturförderbericht des Landes NRW für das Jahr 2016 (erschienen 12/2017).

4. Wann werden die Ergebnisse veröffentlicht? 
Die Befragung läuft bis Ende März. Die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich im Mai 2019 veröffentlicht. 

5. Wer ist an der Umsetzung der Studie beteiligt?
Die Studie führt Prof. Dr. Heiner Barz, Leiter der Abteilung für Bildungsforschung und Bildungsmanagement am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, im Auftrag der ZAK NRW durch. Prof. Dr. Barz hat bereits 2013 gemeinsam mit Meral Cerci die Studie „Frauen in Kunst und Kultur“ im Auftrag des Frauenkulturbüros NRW durchgeführt.

Bei der Konzeption des Fragebogens haben ZAK NRW, Prof. Dr. Barz und das MKW eng zusammengearbeitet. Die ZAK NRW hat zudem als Critical Friends mehrere Akteur*innen aus dem Bereich der diversitätsorientierten Kultur gewinnen können. Neben den Impulsen der Critical Friends zur Zielrichtung der Bestandsaufnahme als Ganzes wie zu Inhalt und Formulierung der einzelnen Fragen wurden auch die Rückmeldungen von Testpersonen berücksichtigt, die den Fragebogen auf Verständlichkeit und technische Funktionalität überprüft haben.

6. Welches Erkenntnisinteresse verfolgt die Studie? 
Welchen Stellenwert nimmt das Thema in der alltäglichen Arbeit der Institutionen ein? Was unternehmen Kultureinrichtungen bereits, um die Diversität in Programm, Personal und Publikum zu fördern? Welche Themen werden für Sie in der Zukunft an Bedeutung gewinnen? Welche Unterstützungsangebote wären hilfreich, um Diversität zu fördern? Die Beantwortung dieser Fragen hilft nicht nur bei der Weiterentwicklung öffentlicher Förderinstrumente, sondern auch der ZAK NRW und anderen Akteur*innen, um die Kulturinstitutionen bei der weiteren Diversitätsorientierung zu begleiten. Durch die Datenbasis lassen sich passgenaue Angebote zur Unterstützung einrichten.

7. Welche Definition von Diversität liegt der Befragung zugrunde? 
Dem Fragebogen wurde eine kurze Definition des MKW vorangestellt: "Mehr Chancen bieten, alle Potenziale nutzen – das hat sich die NRW-Landesregierung zum Ziel gesetzt. Der Weg dorthin führt über das so genannte Diversity Management, auch Vielfaltsmanagement genannt. Dieses bezeichnet die Selbstverpflichtung zu Chancengerechtigkeit und die Vermeidung von Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität."
Mehr zum praxisorientierten Diversitätsbegriff der ZAK NRW auch hier.

Datum
März 2019
Partner

Abteilung für Bildungsforschung und Bildungsmanagement der HHU Düsseldorf

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