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Aktuell

// Call for Proposals

Memories von morgen

Zukunftslabor "Multiple Memories - Erinnerungskulturen der Migration"

Für unser Zukunftslabor Multiple Memories - Erinnerungskulturen der Migration am 5. & 6. Dezember 2014 sind wir auf der Suche nach Ideen für Erinnerungsprojekte der Zukunft. Ihr habt eine Idee für ein Projekt und seid auf der Suche nach Austausch und möglichen Kooperationspartner*innen? Dann bewerbt Euch für unsere Plattform „Memories von Morgen“. Die ausgewählten Projekte zur Erinnerung in der Migrationsgesellschaft haben die Möglichkeit, Ihre Ideen den Teilnehmenden des Zukunftlabors vorzustellen und mit Ihnen darüber zu diskutieren.

Füllt bei Interesse das Formular aus und schickt es uns gemeinsam mit einem Foto, das die Projektidee visualisiert (max. 10 MB), bis spätestens Montag, den 24. November, an: post@zaknrw.de.

Da am Veranstaltungsort nur ein begrenzter Raum zur Verfügung steht, wird unter allen eingesendeten Projekten eine Auswahl getroffen. Die Projektverantwortlichen werden von der Zukunftsakademie NRW nach Abschluss des Auswahlverfahrens umgehend informiert. Die Fahrt- und Übernachtungskosten zum Zukunftslabor für eine*n Projektverantwortliche*n werden von der Zukunftsakademie NRW übernommen.

// Duisburg Marxloh

Zukunftslabor #1: Multiple Memories - Erinnerungskulturen der Migration

Ein interdisziplinäres Labor im Rahmen der Programmreihe "Migration, Geschichte und multiperspektivischer Erinnerung"

Zusammen leben heißt auch zusammen erinnern. Migration ist für die Zukunft der Gesellschaft so zentral wie sie es für ihre Geschichte war. Doch welche Rolle spielt Migration eigentlich in der kollektiven Erinnerung? Entwickelt sich inzwischen eine trans/nationale Identität als Migrationsgesellschaft? Welche Erinnerungskulturen der Migration bestehen und entstehen und wie bedingen sie sich gegenseitig? Was wird vergessen?

Das interdisziplinäre Zukunftslabor wirft einen kritischen Blick auf die Erinnerungskultur und Geschichtspolitik zur Migration in Museen, Gedenkstätten, Schulen, Gewerkschaften, Anti-Rassismus- und Migrant*innenorganisationen sowie in der Kunst. Welche und wessen Geschichten werden verhandelt, was bleibt unerzählt? Wie kann eine multiperspektive Erinnerungspraxis nationale Erzählungen zur Migration auf ihre Exklusionsmechanismen hin hinterfragen und eine Vielfalt der Narrative ermöglichen? Welche Politiken der Repräsentation dominieren in der kulturellen und historisch-politischen Bildung zur Migration? Welche Potentiale können sich durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen, Museen und anderen Bildungsträgern eröffnen?

Die Zukunftsakademie NRW bietet mit dem zweitägigen Labor eine Plattform für den Diskurs und innovative Ansätze zur Erinnerungskultur der Migration in der Praxis. Im Fokus stehen neben stadthistorischen Zugängen auch weniger präsente Erinnerungstopographien der Migration. Neue Narrative aus postkolonialer und postmigrantischer Perspektiven werden ebenso verhandelt wie Methoden einer multiperspektivischen Bildungsarbeit und die Frage nach digitalen Formen der Erinnerung.

Veranstaltungsort
Hotel Montan, Dahlstraße 1,  Duisburg-Marxloh und weitere Orte in Duisburg-Marxloh
Der Veranstaltungsort ist nur zum Teil barrierefrei. Bitte melden Sie Ihren Unterstützungsbedarf an. Kontakt siehe unter "Anmeldung".

Anmeldung
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bis spätestens 30. November 2014 wird gebeten unter post@zaknrw.de oder 0234 - 911 736 12.

PROGRAMM

// ZAK NRW, Humboldtstrasse 40, Bochum

Postmigrantisches Theater

Sichtbarkeit, Streit und Schönheit

Postmigrantisches Theater begann vor mehreren Jahren in Berlin als eine Bewegung von Künstler*innen und Produzent*innen, die nicht länger hinnehmen wollten, dass sie von Theaterhäusern, Fördertöpfen und Schauspielschulen weitgehend ausgeschlossen waren: Die nicht glaubten, dass deutsches Theater weiß sein muss, um gut zu sein.

Der große, bundesweite Erfolg des postmigrantischen Theaterkonzeptes zeigt, dass diese Annahme berechtigt und der Kampf längst notwendig war. Heute beschäftigen sich große und kleine Theaterhäuser, Akademien und Lokalzeitungen mit der Frage, ob deutschsprachiges Theater nicht insgesamt postmigrantisch werden müsse. Immer noch tun sich viele Häuser schwer damit, postmigrantische Akteur*innen auf Augenhöhe einzubinden.

Auch in NRW gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster postmigrantischer Künstler*innen und Produzent*innen: Das ist Teil unserer Theaterszene. Die Zukunftsakademie NRW möchte dazu beitragen, diese Akteur*innen und ihre Arbeit sichtbarer zu machen, gemeinsam mit ihnen bundesweite und internationale Diskurse zu präsentieren. Sie möchte ein Knotenpunkt in Netzwerken werden, aus denen neue Impulse und altes Wissen hervorquellen. 

Im Glauben an fluide Grenzen zwischen Stadttheatern, freier Szene und Stadtgesellschaft möchten wir Interventionen kuratieren, die im Dienste einer postmigrantischen Sichtbarkeit stehen. Geplant ist eine weite Bandbreite an Formaten: Von Workshops und Meisterklassen über regionale Diskussionsveranstaltungen und Netzwerktreffen bis hin zur Mitbeteiligung an Projekten und Publikationen. Neue postmigrantische Stücke werden wir in szenischen Lesungen vorstellen.

// Unterschiedliche Orte im Ruhrgebiet

Zukunftslabor #1: Prozesse des Urbanen / Urbanes Lernen

Ein interdisziplinäres Labor im Rahmen der Programmreihe "Migration, Geschichte und multiperspektivischer Erinnerung"

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen neue Praktiken des urbanen Lernens. Im weitesten Sinne sind damit implizite Lernprozesse der städtischen Sozialisation gemeint. In einem engeren Sinne bezeichnet der Begriff des „Urbanen Lernens“ kulturelle Bildung in urbanen öffentlichen Räumen und die Gestaltung kommunikativer Situationen zur Initiierung von Bildungsprozessen. Ziel des interdisziplinären Labs ist es innerhalb unterschiedlicher diskursiver und praktischer Formate an Orten der Intervention und Aneignung über die unterschiedlichen Taktiken und Strategien urbanen Lernens zu diskutieren. Unter anderem sollen Praxisprojekte aus NRW und darüber hinaus vorgestellt werden und hinsichtlich ihrer Anknüpfungspunkte für die Beteiligung unterschiedlicher Nutzungsgruppen an Prozessen der Stadtentwicklung und Möglichkeiten der Teilhabe an Stadtgesellschaft reflektiert werden.

// ZAK NRW, Humboldtstrasse 40, Bochum

Dirigierte Improvisation als Arbeitsmethode in der Kultur- und Bildungspraxis?

In der abendländischen Musik erarbeitet ein Dirigent die kollektive Ausführung einer Partitur mit dem homogen vorstrukturierten Orchester. Aus der Tradition des Jazz hingegen ist die Praxis der Improvisation herausgebildet worden. Heterogenität, Unvorhersehbarkeit, aber auch gesteigerte Sensibilität in der Wahrnehmung der Mitspieler*innen sind hier wichtiger als die Umsetzung eines idealen Plans. In größeren Zusammenhängen wird aber auch diese Improvisation durchaus dirigiert. Die Bewegungen und Zeichen der Dirigierenden sind aber eine Stimme unter vielen, die gehört werden wollen und auf die die einzelnen Akteur*innen eingehen müssen.

Dieses Arbeitsprinzip möchten wir im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Praktiker*innen diskutieren, die es jeweils in ihren Bereichen anwenden. Unsere Leitfrage dabei ist, welche Prinzipien und Arbeitsweisen aus den Bereichen Musik, Theater, Sport und Stadtplanung wir für die Kultur- und Bildungsarbeit und sogar die Kultur- und Bildungspolitik adaptieren können: Wir alle improvisieren irgendwie, aber was geschieht, wenn wir die Improvisation erlernen und als Arbeitsweise bewusst bejahen?

// ZAK NRW, Humboldtstraße 40, Bochum und weitere Orte in NRW

Symposion für neue Dramatik

In Kooperation mit dem Internationalen Institut für Dramatisches Schreiben und dem Dramatiker*innenworkshop "IN ZUKUNFT"

Das Symposium verfolgt das Ziel, der Dramatischen Kunst einen Ort der künstlerischen, politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu ermöglichen. Es richtet sich an Autor*innen, Theaterschaffende und an all jene, die an die Kraft der dramatischen Kunst für eine lebendige Öffentlichkeit glauben.

Das Symposion bildet den Abschluss der Werkstatt „IN ZUKUNFT II“ des Westfälischen Landestheaters und des Exile-Kulturkoordination e.V. für junge postmigrantische Autor*innen. Gleichzeitig markiert es den Auftakt für die Berliner Autor*innen-Werkstatt 2015/2016, die im Maxim-Gorki-Theater in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Institut für Dramatisches Schreiben und der Zukunftsakademie NRW geplant ist.

Die Theaterstücke, die u.a. aus der Werkstatt „IN ZUKUNFT“ hervorgehen, werden im Rahmen des Symposiums einer breiten Öffentlichkeit in Form von szenischen Lesungen und Performances präsentiert und von Theaterschaffenden, Theaterwissenschaftler*innen und Autoren*innen besprochen. Gleichzeitig befassen sich Theoretiker*innen und Autor*innen in ihren Beitragen mit aktuellen Fragen zur Dramatischen Kunst, ihrer Formensprache und ihrer Themen. 

// ZAK NRW und weitere Orte in NRW

Summer School: Urbanes Lernen

In Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum

Praktiken urbanen Lernens kombinieren Handlungsweisen und Akteur*innen unterschiedlicher Disziplinen und Perspektiven. Sie setzen sich außerhalb von Bildungsund Kultureinrichtungen mit den spezifischen politischen, rechtlichen und sozialen Bedingungen urbaner Räume auseinander und bieten damit zahlreiche Anlässe und vielfältige Handlungsmöglichkeiten, Bildungsprozesse zu gestalten. In einer interdisziplinär angelegten Summer School für Studierende der RUB und Interessierten der ZAK NRW sollen verschiedene Praktiken und Ansätze urbanen Lernens vorgestellt und erfahren werden. Dabei soll untersucht werden, welche individuellen und sozialräumlichen Lern- und Bildungsprozesse damit einhergehen und unter welchen Bedingungen und Herausforderungen diese noch wenig untersuchte Ausprägung kultureller Bildung erfolgt.