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Aktuell

// Nordrhein-Westfalen

Postmigrantisches Theater

Sichtbarkeit, Streit und Schönheit

Postmigrantisches Theater begann vor mehreren Jahren in Berlin als eine Bewegung von Künstler*innen und Produzent*innen, die nicht länger hinnehmen wollten, dass sie von Theaterhäusern, Fördertöpfen und Schauspielschulen weitgehend ausgeschlossen waren: Die nicht glaubten, dass deutsches Theater weiß sein muss, um gut zu sein.

Der große, bundesweite Erfolg des postmigrantischen Theaterkonzeptes zeigt, dass diese Annahme berechtigt und der Kampf längst notwendig war. Heute beschäftigen sich große und kleine Theaterhäuser, Akademien und Lokalzeitungen mit der Frage, ob deutschsprachiges Theater nicht insgesamt postmigrantisch werden müsse. Immer noch tun sich viele Häuser schwer damit, postmigrantische Akteur*innen auf Augenhöhe einzubinden.

Auch in NRW gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster postmigrantischer Künstler*innen und Produzent*innen: Das ist Teil unserer Theaterszene. Die Zukunftsakademie NRW möchte dazu beitragen, diese Akteur*innen und ihre Arbeit sichtbarer zu machen, gemeinsam mit ihnen bundesweite und internationale Diskurse zu präsentieren. Sie möchte ein Knotenpunkt in Netzwerken werden, aus denen neue Impulse und altes Wissen hervorquellen. 

Im Glauben an fluide Grenzen zwischen Stadttheatern, freier Szene und Stadtgesellschaft möchten wir Interventionen kuratieren, die im Dienste einer postmigrantischen Sichtbarkeit stehen. Geplant ist eine weite Bandbreite an Formaten: Von Workshops und Meisterklassen über regionale Diskussionsveranstaltungen und Netzwerktreffen bis hin zur Mitbeteiligung an Projekten und Publikationen. Neue postmigrantische Stücke werden wir in szenischen Lesungen vorstellen.

// Goldkante, Alte Hattinger Straße 22, Bochum

UTopic - Feministische Perspektiven für die Kultur

Popfeminismus, Netzfeminismus, intersektionaler Feminismus, Queerfeminismus, Heteronormativität, gendersensible Sprache, Cultural Appropriation, Repräsentation oder Selbstrepräsentation. Die Perspektiven, Themen und Ausdrucksformen feministischer Kritik sind vielfältig. Mit UTopic versammelt die Zukunftsakademie NRW unterschiedliche feministische Sichtweisen und diskutiert ihre Bedeutung für den Kulturbetrieb (in Nordrhein-Westfalen). Ziel des Abends ist es, eine verstärkte Auseinandersetzung mit Gender als Kategorie von Diversität in der kulturellen Praxis zu befördern.

Mit Beiträgen von:
_Nadia Shehadeh, Autorin und Bloggerin (Shehadistan, Mädchenmannschaft), Bielefeld
_susanne* kleinfeld, Kulturaktivist_in, Köln
_Laura Chlebos, Bloggerin (Feminismus im Pott), Dortmund. 
_Julia Nitschke, Studentin (Szenische Forschung), Bochum.

Im Anschluss habt ihr die Möglichkeit über eure persönlichen Wut- und Lieblingsthemen, feministischen Utopien und Hoffnungen zu sprechen. Mögliche Themen könnt ihr bereits vorab an uns schicken: post@zaknrw.de oder facebook.com/ZAKNRW

FLYER

// Berlin

Was ist unser Stadtteil wert? - Die Potenziale einer Community Cartography für eine andere Darstellung von Stadträumen

Arbeitstreffen des SEiSMiC-Netzwerkes in Deutschland

Ein Stadtteil erhält erst durch das alltägliche Engagement von Bewohner*innen, lokalen Initiativen und Bündnissen seine besondere Lebensqualität und Attraktivität. Durch ihre Ideen und Kreativität, durch ihre Sorgen und ehrenamtlich erbrachte Arbeitszeit wird ein Viertel zu dem was es ist. Solche Aktivitäten leisten nicht nur einen Beitrag zur Gestaltung eines Stadtraums, sondern er gewinnt hierdurch an Wert für Anwohner*innen und Passant*innen, aber auch für Stadtplaner*innen und Investor*innen. Es handelt sich um zivilgesellschaftliche Investitionen, die im urbanen Raum häufig direkt sicht- und erfahrbar sind, aber kaum in übergeordneten Darstellungen von Stadt – Karten, Statistiken und ähnliches – auftauchen.

Im Rahmen des Arbeitstreffens möchten wir die Möglichkeiten einer „Erweiterung der Wertebasis“ für die Gestaltung partizipatorischer stadtpolitischer Entwicklungsprozesse diskutieren: Welche verschiedenen Wertigkeiten treffen in einem Stadtteil aufeinander? Können unterschiedliche (ökonomische, städteplanerische, lokale usw.) Bewertungskriterien miteinander kombiniert werden? Wie lassen sich zivilgesellschaftliche Investitionen in Stadträume, kollektiv erarbeitete Bindungen und Bedeutungen erheben und darstellen? Bieten uns Verfahren und Techniken einer „Community Cartography“ Potenziale, um die vielfältigen Werte eines Stadtteils sichtbar zu machen und zu kommunizieren? Zur Debatte steht hierbei die Initiierung von bottom-up-Prozessen, in denen sich ein Stadtteil zuerst über „seinen Wert“ verständigt, um die Ergebnisse in einem nächsten Schritt in stadtpolitische Diskussionen, Planungs- und Entwicklungsforen einzubringen.

Der Workshop findet im Rahmen des Projektes SEiSMiC statt und wird durch das Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und die Zukunftsakademie NRW organisiert.

Die Teilnahme ist kostenlos. Reise- und Übernachtungskosten können nach Absprache mit den Veranstalter*innen erstattet werden. Anmeldungen sind bis zum 23. März 2015 an adamjens@cms.hu-berlin.de (Jens Adam, Humboldt-Universität zu Berlin) möglich.

AUSSCHREIBUNG

// Unterschiedliche Orte im Ruhrgebiet

Zukunftslabor #2: Prozesse des Urbanen / Urbanes Lernen

Ein interdisziplinäres Labor im Rahmen der Programmreihe "Migration, Geschichte und multiperspektivischer Erinnerung"

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen neue Praktiken des urbanen Lernens. Im weitesten Sinne sind damit implizite Lernprozesse der städtischen Sozialisation gemeint. In einem engeren Sinne bezeichnet der Begriff des „Urbanen Lernens“ kulturelle Bildung in urbanen öffentlichen Räumen und die Gestaltung kommunikativer Situationen zur Initiierung von Bildungsprozessen. Ziel des interdisziplinären Labs ist es innerhalb unterschiedlicher diskursiver und praktischer Formate an Orten der Intervention und Aneignung über die unterschiedlichen Taktiken und Strategien urbanen Lernens zu diskutieren. Unter anderem sollen Praxisprojekte aus NRW und darüber hinaus vorgestellt werden und hinsichtlich ihrer Anknüpfungspunkte für die Beteiligung unterschiedlicher Nutzungsgruppen an Prozessen der Stadtentwicklung und Möglichkeiten der Teilhabe an Stadtgesellschaft reflektiert werden.

// ZAK NRW, Humboldtstrasse 40, Bochum

Dirigierte Improvisation als Arbeitsmethode in der Kultur- und Bildungspraxis?

In der abendländischen Musik erarbeitet ein Dirigent die kollektive Ausführung einer Partitur mit dem homogen vorstrukturierten Orchester. Aus der Tradition des Jazz hingegen ist die Praxis der Improvisation herausgebildet worden. Heterogenität, Unvorhersehbarkeit, aber auch gesteigerte Sensibilität in der Wahrnehmung der Mitspieler*innen sind hier wichtiger als die Umsetzung eines idealen Plans. In größeren Zusammenhängen wird aber auch diese Improvisation durchaus dirigiert. Die Bewegungen und Zeichen der Dirigierenden sind aber eine Stimme unter vielen, die gehört werden wollen und auf die die einzelnen Akteur*innen eingehen müssen.

Dieses Arbeitsprinzip möchten wir im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Praktiker*innen diskutieren, die es jeweils in ihren Bereichen anwenden. Unsere Leitfrage dabei ist, welche Prinzipien und Arbeitsweisen aus den Bereichen Musik, Theater, Sport und Stadtplanung wir für die Kultur- und Bildungsarbeit und sogar die Kultur- und Bildungspolitik adaptieren können: Wir alle improvisieren irgendwie, aber was geschieht, wenn wir die Improvisation erlernen und als Arbeitsweise bewusst bejahen?

// ZAK NRW und weitere Orte in NRW

Summer School: Urbanes Lernen

In Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum

Praktiken urbanen Lernens kombinieren Handlungsweisen und Akteur*innen unterschiedlicher Disziplinen und Perspektiven. Sie setzen sich außerhalb von Bildungsund Kultureinrichtungen mit den spezifischen politischen, rechtlichen und sozialen Bedingungen urbaner Räume auseinander und bieten damit zahlreiche Anlässe und vielfältige Handlungsmöglichkeiten, Bildungsprozesse zu gestalten. In einer interdisziplinär angelegten Summer School für Studierende der RUB und Interessierten der ZAK NRW sollen verschiedene Praktiken und Ansätze urbanen Lernens vorgestellt und erfahren werden. Dabei soll untersucht werden, welche individuellen und sozialräumlichen Lern- und Bildungsprozesse damit einhergehen und unter welchen Bedingungen und Herausforderungen diese noch wenig untersuchte Ausprägung kultureller Bildung erfolgt.