Verstärkung für die Zukunftsakademie NRW

Interview mit den neuen Mitarbeiterinnen

Schön dass Du da bist!
Alles neu macht der April! Als Projektmanagerinnen unterstützen uns ab sofort Erika Wickel und Ella Steinmann, zuvor bereits Assistentin für Kulturelle Bildung an der Zukunftsakademie NRW. Um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich von nun an Philine Lissner. Wir freuen uns sehr über die neuen und alten Gesichter und haben den dreien ein paar Fragen gestellt.

Starten wir direkt mal mit den großen Plänen: Wo liegen beim Thema Kulturelle Bildung / Vielfalt / Diversität Deine Schwerpunkte und was würdest Du gern in den kommenden Jahren anstoßen?

Ella Steinmann:
Meine Schwerpunkte sind Kulturelle Bildung und Diversität. Ich möchte dazu beitragen, dass Diversität als Querschnittthema noch stärker mitgedacht und dadurch selbstverständlich wird. Zudem finde ich es wichtig, themenspezifische Wissens- und Austauschangebote zur ermöglichen.

Erika Wickel:
Schon in meiner bisherigen Arbeit war ich immer wieder mit der Frage nach Qualität und Qualitätsstandards in der Kulturellen Bildung konfrontiert. Außerdem treibt mich die Frage um, wie echte Partizipation und Begegnung auf Augenhöhe möglich ist. Bei der ZAK freue ich mich darauf, wieder stärker in ein wissenschaftlich basiertes Arbeiten und in den Wissensaustausch mit unterschiedlichen Akteur*innen zu gehen.

Philine Lissner:
Auf der Kommunikationsebene möchte ich daran mitarbeiten, die ZAK noch bekannter zu machen, ihre Netzwerke zu stärken und sie so bestmöglich zu platzieren, um Impulse für Kulturinstitutionen und Stadtgesellschaft geben zu können. Wie jedes Mitglied einer diversen Gemeinschaft und jede moderne Institution muss sie dafür eine Art von Code-Switching beherrschen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen, ihre Kompetenz zu vermitteln und dabei nahbar zu bleiben. Das ist eine spannende Herausforderung.

Die Kultur beeinflusst gesellschaftliche Entwicklungen und ist zugleich ihr Spiegel. Wie kann die ZAK aus Deiner Sicht in die Kultur hineinwirken, welche Formate und Methoden möchtest Du dafür nutzen?

Ella Steinmann:
Ich möchte Austausch, Vernetzung und kooperative Formate des Ausdrucks nutzen, um die Kulturelle Bildung in Kulturinstitutionen zu stärken. Ich glaube, dass Kulturelle Bildung das wichtigste Instrument ist, um die Teilhabe verschiedenster Menschen zu ermöglichen.

Erika Wickel:
Die ZAK bietet als Plattform eine besondere Offenheit. Wissen zu sammeln und zu vermitteln ist sicherlich ein zentraler Bestandteil, wenn es darum geht, Akteur*innen für den Wandel der Gesellschaft zu sensibilisieren. Genauso wichtig ist aber deren Austausch untereinander. Die ZAK kann eine zentrale Rolle dabei einnehmen, Kulturinstitutionen, Künstler*innen, Schulen, Kommunen etc. zusammenzubringen, einen Dialog anzuregen und zu verstetigen.

Philine Lissner:
Während die Kultur ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen ist, kann die ZAK wunderbar ein Spiegel für die Kultur sein und ihre Institutionen dabei unterstützen, sich selbst zu überprüfen. Zugleich sind eigene Praxisprojekte ein Weg, direkt in Austausch zu treten, neue Instrumentarien zu entwickeln und selbst stetig dazuzulernen. Diesen interaktiven, multiperspektivischen Ansatz möchte ich auch in der Außenkommunikation verfolgen.

Zusammenarbeit
Wie war Dein Weg in den Bereich Kulturelle Bildung / Vielfalt / Diversität und was reizt Dich besonders an dem Komplex?

Ella Steinmann:
In meinem Studium habe ich die Schwerpunkte bewusst auf interkulturelle Themen gesetzt. Außerdem habe ich selbst an Projekten Kultureller Bildung teilgenommen, die meine Fähigkeiten und auch meine aktuelle künstlerische Arbeit stark geprägt haben. Das möchte ich auch anderen ermöglichen.

Erika Wickel:
Neben und nach meinen Studien der Theaterwissenschaft, Film- und Fernsehwissenschaft und Erziehungswissenschaft sowie des Kulturmanagements habe ich stets in den Bereichen Kulturelle Bildung/Vermittlung sowie Kulturmanagement gearbeitet. Meist aber getrennt voneinander. Am Institut für Bildung und Kultur habe ich im Rahmen des RUHR.2010-Projektes «Polyphonie – Stimmen der Kulturellen Vielfalt» beide Stränge zueinander führen können und freue mich, das an der ZAK fortzuführen.

Philine Lissner: 
Vom Engagement in einem selbstverwalteten Kulturzentrum über einen Studienaufenthalt in England bis zur Museums-PR, der Mitgründung eines intersektional-feministischen Leseclubs oder der Arbeit an einem Buch zu Vermittlung städtischen Wissens an Kinder haben mich diese Themen immer begleitet. Und das ist ja auch das Faszinierende daran: dass die Förderung von Diversität, Teilhabe und Wissenstransfer jede*n betreffen (sollte) und unser städtisches und gesellschaftliches Leben ohne diese Vielfalt ganz schön langweilig wäre. 

Wie sieht dein Leben nach Feierabend und am Wochenende aus? Was machst Du, wenn die ZAK zu ist?

Ella Steinmann:
Ich studiere den Master «Szenische Forschung» in Bochum. Dieses Studium gibt mir die Möglichkeit künstlerische Ideen auszuprobieren und ist eine schöne ausgleichende Ergänzung zur Arbeit in der ZAK. Außerdem findet man mich so oft wie möglich an meiner Nähmaschine.

Erika Wickel:
Die ZAK ist nie lange zu! Doch hätte ich mal ein paar Tage auf einer einsamen Insel, würde ich sicherlich den Bücherstapel von meinem Nachttisch, ein paar Screwball-Komödien, Musik zum lauten Mitsingen und schließlich auch unbedingt eine Handvoll Freunde mitnehmen.

Philine Lissner: 
Ich mag Bücher und frische Luft, Jazz und elektronische Musik, Yoga und Kochen, Kunstausstellungen und Instagram. Vielfalt und Abwechslung bleiben also auch nach Feierabend ein Thema!

Datum
9. April 2018
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