Bleibt alles anders?

Eindrücke aus der sechsten Kulturkonferenz Ruhr 2017

Kulturkonferenz Ruhr Podiumsdiskussion
Am 19. Oktober 2017 war die Zukunftsakademie bei der sechsten Kulturkonferenz Ruhr 2017 im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen in mehreren Panels. Inez Boogaarts war als Gast der Podiumsdiskussion zum Thema «Neue Perspektiven für die Kulturmetropole Ruhr?» und im Nachmittagspanel «ZAK NRW / Interkultur Ruhr» eingeladen. Und Guy Dermosessian, eingeladen als Gründer des Labels KALAKUTA SOUL RECORDS, aber auch Projektmanager der ZAK, war im Nachmittagspanel «Musik» ebenfalls als Experte präsent.
Für uns waren Austausch, Kontroversen und Netzwerkerweiterung die wichtigsten Ergebnisse dieser Konferenz. Und unser Wunsch für nächstes Jahr? Dass (gesellschaftliche) Vielfalt als Querschnittsthema in allen Sparten behandelt wird und nicht länger singulär im Keller verschwindet.

Hier noch unsere „Lieblings-Blitzlichter“ aus der Podiumsdiskussion und den Panels:

  • «Die ZAK ist eine Spinne im Netz – sie hängt überall mit drin.»
    «Alle haben sich gefragt, was machen die da eigentlich mit der ganzen Kohle? Das hat sich mit Ihrem (gemeint ist Inez Boogaarts,  Anm. d. Red.) Kommen geändert.»
    (Peter Grabowski, Der Kulturpolitische Reporter)
  • «Die ZAK kooperiert mit fast allen hier auf dem Podium – sie will das Thema Diversität nämlich auf den Führungsebenen der Kultureinrichtungen platzieren.» (Inez Boogaarts, Geschäftsführerin Zukunftsakademie)
  • «Wir müssen die Türen so weit aufmachen, dass wir alle Kulturtechniken präsentieren. Es ist gut, dass es die ZAK gibt, denn hier wird die kulturelle Diversität auch strukturell vertreten.» (Olaf Kröck, Schauspielhaus Bochum)
  • «Wie verschaffe ich mir Zugang zu Communities? Indem ich beispielsweise Menschen aus Communities an der Kuratierung beteilige.» (Dr. Stefanie Carp, designierte Intendantin Ruhrtriennale)
  • «Wir können nicht ohne das Wissen der Bergarbeiter, der Ruhrgebietskenner, der Bewohner als Kunst und Kulturschaffende arbeiten. (…) Wir werden keine Dauerausstellungen mehr konzipieren, unsere Sammlungen werden gemischt. Bezüge zum echten Leben interessieren uns.» (Edwin Jacobs, Dortmunder U)
  • «NRW war immer sehr schlecht aufgestellt was Finanzielles angeht. 50% Steigerung sind schön, aber da ist noch Luft nach oben.» (Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW)
  • «Wenn man in Zukunft auf Konferenzen wie diesen verbindliche Vereinbarungen treffen würde, dann würde die Kulturlandschaft enorm davon profitieren. Die vielen neuen Köpfe bedeuten für die Öffnung eine große Chance. » (Guy Dermosessian, Gründer Kalakuta Soul Records, Projektmanager Zukunftsakademie NRW )
Datum
19. Oktober 2017
Ort

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

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